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Bauabteilung
Besondere Bauaufgaben im Jahr 2007 waren unter anderem:
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Fassadensanierung am Bardowicker Dom
Die Backsteinfassade des Bardowicker Domes in ihrem angegriffenen Zustand ist seit Jahrzehnten ein Sorgenkind. Fortwährend waren Ausbesserungen insbesondere an den rissigen Strebepfeilern notwendig. In einem mehrjährigen Programm werden nun seit 1998 alle Abschnitte von Grund auf instandgesetzt. Begonnen wurde auf der Südseite des Chores neben der Sakristei. Der Bauabschnitt 2007 betraf die nördlichen Felder des Chorpolygons sowie das westlich anschließende. Dabei wurde auch ein zugemauertes Fenster wieder geöffnet und mit einer angepassten Bleiverglasung versehen, wodurch das Kircheninnere sehr gewonnen hat. Um im Bereich der Risse wieder einen statisch wirksamen Verbund zu erzielen, mussten großflächig Steinpartien der Strebepfeiler einschließlich ihrer Abdeckungen gegen Regenwasser entfernt und mit Verankerungen neu aufgemauert werden. Auch in den Feldern dazwischen ließ sich partiell ein Steinaustausch nicht umgehen. Die Verfugung wurde, soweit erforderlich, erneuert, sodass mit einer nachhaltigen Wirksamkeit der Maßnahme zu rechnen ist.
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An der Backsteinfassade des Bardowicker Domes fanden dringend erforderliche Erhaltungsmaßnahmen statt.
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Dacheindeckung eines großen Scheunengebäudes auf dem Klostergut Lamspringe
Die Ostseite des ehemaligen Klosters Lamspringe mit seiner prächtigen barocken Schaufassade wird durch einen weitläufigen Gutshof in U-Form mit einer zur Freitreppe des Klosters axial angeordneten Toranlage eingefasst. Die riesige Scheune (Gebäude 6) im südlichen Arm der Dreiflügelanlage hatte zur besseren wirtschaftlichen Nutzung vor einigen Jahrzehnten eine freitragende Dachkonstruktion erhalten, die allerdings statisch nicht ausreichend bemessen war. Im Anschluss an ihre im Jahr 2007 erfolgte bauliche Ertüchtigung wurde auch die Eindeckung mit Ziegeln erneuert.
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Klostergut Lamspringe, Gebäude Nr. 6: Die riesige Scheune erhielt 2007 eine neue Dacheindeckung.
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Gästehaus für Kloster Medingen
Mit einem erheblichen Aufwand war die Sanierung des so genannten Knechtshauses im Kloster Medingen, einem kleinen Fachwerkhaus im nördlichen Gartenbereich gegenüber dem Brauhaus, verbunden. Es hatte zuletzt lange leer gestanden. Der sehr aktive und zahlenmäßig starke Klosterkonvent hatte schon seit längerer Zeit einen erhöhten Bedarf an Gästewohnungen. So konnte mit der Sanierung des ehemaligen Knechtshauses ein vom Kloster getrennter Bereich für Gäste geschaffen werden, mit einer Terrasse, die einen schönen Blick über die Bleichwiese in den parkartigen Garten des Klosters bietet.
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Mit der Sanierung des ehemaligen so genannten Knechtshauses von Kloster Medingen konnte ein dringend benötigter Gäste-Wohnbereich geschaffen werden.
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Neuer Museumsbereich im Kloster Mariensee
Das Kloster Mariensee erhielt 2007 neben dem Museum für den Künstler Erich Klahn einen weiteren Ausstellungsbereich: Im Nordflügel gleich neben dem Eingang wurde ein Museum zur Darstellung der Klostergeschichte mit einem audio-visuellen Konzept eingerichtet. Hinter dem Klosterladen erfährt der Besucher zunächst vom Nonnenleben im Mittelalter. Es folgen die Räume für die Zeit der Reformation und des 19. Jahrhunderts. Nach einem Raum für Wechselausstellungen können die Besucherinnen und Besucher in einem Medienraum Impressionen von anderen Klöstern mittels Bildprojektion auf sich wirken lassen. Der Rundgang endet wieder im Klosterladen mit seinem sorgfältig ausgewählten Angebot aus verschiedenen Klöstern.
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Raum 2 des im Jahr 2007 eröffneten Museumsbereiches von Kloster Mariensee präsentiert das Zeitalter der Reformation.
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Restaurierung der Barbarakapelle und ihrer Äbtissinnengruft im Kloster Lüne
Die Barbarakapelle im Kloster Lüne, die heute als Sakristei für die benachbarte Kirche dient, war nach dem vernichtenden Großbrand im Jahr 1372 das erste Gebäude, das wieder aufgebaut wurde. Entgegen den in der Literatur gemachten Angaben gibt es nicht erst seit der kürzlich erfolgten Freilegung von Gebäudeteilen mit Keramikresten aus dem 13. Jahrhundert Indizien dafür, dass der Vorgängerbau der Kapelle an derselben Stelle gestanden hat.
Ende des 16. Jahrhunderts wurde im Untergeschoss eine tonnenüberwölbte Gruft mit einer neuen inneren Vorsatzschale aus Backsteinen zur Bestattung der Äbtissinnen eingebaut. Eine Untersuchung ergab, dass ein Teil der hier befindlichen elf Särge stark zerfallen war. Auch das Innere der Kapelle darüber hatte unter Feuchte gelitten. Nachdem im Jahr 2005 die Gebäudeaußenfassaden bis zu den Fundamenten saniert und trocken gelegt worden waren, konnten in den beiden darauf folgenden Jahren die zwei Innenräume mit ihrer Ausstattung restauriert werden:
In der Gruft wurden zunächst die Inschriften auf der abblätternden Gewölbeschlämme dokumentiert; anschließend wurde das lose Gipsmaterial entfernt, um die Särge vor weiterer Verschmutzung zu schützen. In aufwändiger Arbeit konnten die durch ihre Inschriften und ihren Ornamentschmuck wertvollen Särge von einem Spezialrestaurator im Zusammenwirken mit Fachwissenschaftlern wieder in einen würdigen Zustand versetzt und einer gründlichen wissenschaftlichen Dokumentation unterzogen werden. Gleichzeitig wurde die nicht mehr funktionstüchtige Querlüftung der Gruft zur Feuchteabführung wiederhergestellt.
Im darüberliegenden Kapellenraum wurden Putz und Innenanstrich ausgebessert bzw. erneuert. Dabei wurden in den Polygonzwickeln des Gewölbes Malereien entdeckt, die aus der Zeit der unter der Äbtissin Dorothea von Meding (1580 bis 1634) erfolgten Umgestaltung des Raumes stammen. Ursprünglich erstreckte sich die Ausmalung in Fresko-Secco-Technik auf sämtliche Gewölbeflächen einschließlich Gewölberippen. Die auf den Rippen befindlichen Malereireste waren zu gering, um restauriert zu werden. Die in den Polygonzwickeln freigelegten und restaurierten Malereien zeigen in Medaillons eingerahmte Darstellungen der Weisheit, des Heiligen Geistes, der Wissenschaft und der Kunst von bemerkenswerter künstlerischer Qualität.
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Die Barbarakapelle im Kloster Lüne nach der Restaurierung

Zu den elf restaurierten, künstlerisch und kulturgeschichtlich wertvollen Särgen der Äbtissinnengruft unter der Barbarakapelle im Kloster Lüne gehört auch der Sarg der 1729 verstorbenen Anna Dorothea von Estorff.
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