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Ereignisse

Äbtissinnen und Klosterkammerpräsidentin bei der Landesbischöfin

Bereits zum zehnten Mal haben sich die Äbtissinnen der Klöster und Stifte aus dem Verwaltungsbereich der Klosterkammer Hannover gemeinsam mit Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst und Landesbischöfin Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann zum Adventstee getroffen. Mitgebracht hatten die Äbtissinnen Produkte aus ihren Klöstern, darunter ein klösterliches Kochbuch aus dem Kloster Wülfinghausen und eine CD mit wiederentdeckten klösterlichen Kompositionen vergangener Jahrhunderte. Bei der Begegnung in der Kanzlei der Landesbischöfin am 12. Dezember 2008 berichteten die Äbtissinnen über ihre Arbeit. Dabei wurde deutlich, wie stark die Klöster und Stifte wieder als Orte der Ruhe und Einkehr gesucht und wahrgenommen werden. Die Bischöfin berichtete aus dem Leben der Landeskirche und betonte die große Verbundenheit mit den Klöstern und Stiften.

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Äbtissinnen präsentieren Produkte aus ihren Klöstern, v.l.: Uda von der Nahmer, Stift Fischbeck; Sr. Barbara Silbe, Kloster Barsinghausen; Christel Lehmann, Kloster Marienwerder; Sr. Adelheid Wenzelmann, Kloster Wülfinghausen; Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst; Gabriele-Verena Siemers, Kloster Wennigsen; Isabell von Kameke, Stift Bassum; verdeckt: Susanne Wöbbeking, Stift Obernkirchen; Landesbischöfin Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann; Erika Krüger, Kloster Ebstorf; Dr. Sigrid Vierck, Kloster Walsrode; Bärbel Görcke, Kloster Mariensee
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Gedankenaustausch zu Fragen der Zeit, des Glaubens, der Kirche und der Klöster

Niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann besuchte beim Tag der Niedersachsen den Stand des Klostergutes Wöltingerode

Mit einem Stand ihres bei Goslar gelegenen jahrhundertealten Klostergutes Wöltingerode war die Klosterkammer Hannover auf dem 28. Tag der Niedersachsen vom 4. bis 6. Juli 2008 in Winsen/Luhe vertreten. Mehr als 120 Vereine, Organisationen und Körperschaften hatten ihre Informations- und Verkaufszelte aufgeschlagen und damit zu dem vielfältigen dreitägigen Programm beigetragen.

Insgesamt kamen 160.000 Menschen nach Winsen/Luhe. Erfreulich viele von ihnen waren zu Gast im Zelt des Klostergutes Wöltingerode, kauften dessen Erzeugnisse, besonders die hochwertigen Produkte der 325 Jahre alten Wöltingeroder Klosterkornbrennerei, und informierten sich über die verschiedenen gastronomischen, touristischen und kulturellen Angebote des Klostergutes sowie über die umfangreiche Arbeit der Klosterkammer Hannover insgesamt.

Höhepunkt an dem auch von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern von Behörden, Verbänden und Vereinen aufgesuchten Klosterkammerstand war der Besuch der niedersächsischen Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann, die sich umfassend über Klosterkammer und Klostergut informierte.


Petra Breuer vom Klostergut Wöltingerode überreicht Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann bei deren ausführlichem Informationsbesuch des Klostergutsstandes eine Flasche "Elisabeth-Likör", ein Kirschlikör, den die Klosterkornbrennerei Wöltingerode anlässlich des 450. Todesjahres der welfischen Reformationsfürstin Elisabeth von Calenberg-Göttingen in einer limitierten Stückzahl von nur 450 Flaschen hergestellt hat.

Außer der Kultusministerin fanden nach dem verregneten Freitag am Sonnabend und Sonntag unzählige andere Besucherinnen und Besucher den Weg zum Stand des Klostergutes Wöltingerode.

Uda von der Nahmer - neue Äbtissin von Stift Fischbeck

Seit dem 28. Juni 2008 hat das traditionsreiche Stift Fischbeck an der Weser bei Hessisch Oldendorf eine neue Äbtissin.

Mit einem Festgottesdienst in der bis auf den letzten Platz gefüllten berühmten Fischbecker Stiftskirche wurde Uda von der Nahmer von der niedersächsischen Landeskommissarin für die Stifte, der Präsidentin der Klosterkammer Hannover, Sigrid Maier-Knapp-Herbst, in ihr Amt eingeführt und von der Landessuperintendentin des Ev.-luth. Sprengels Hannover, Dr. Ingrid Spieckermann, kirchlicherseits eingesegnet.

Das Kapitel des Stifts hatte Frau von der Nahmer am 26. Januar 2008 zur Nachfolgerin von Silvia Kurre gewählt, die nach zehnjähriger Tätigkeit im August 2007 aus persönlichen Gründen aus dem Amt geschieden war.

Uda von der Nahmer, Mutter zweier erwachsener Söhne, ist Kulturwissenschaftlerin und leitete zuletzt den Kulturbereich der Ostfriesischen Landschaft in Aurich.


Uda von der Nahmer - Äbtissin des Stifts Fischbeck

Weitere Bilder von der Einführung der neuen Äbtissin Uda von der Nahmer

Münsterkirche St. Alexandri in Einbeck mit neuer Orgel

Am 1. Juni 2008 konnte die Klosterkammer in ihrer Einbecker Münsterkirche St. Alexandri mit einem Festgottesdienst, einem Gemeindefest, mit Orgelvorführungen und einem Orgelkonzert unter Teilnahme von rund 550 Gästen eine neue Orgel in Gebrauch nehmen.

Das Orgelwerk wurde von der Firma Gebr. Hillebrand GmbH Orgelbau KG aus Hannover-Altwarmbüchen erstellt. Es hat 37 Register mit 2.303 Pfeifen; die längste Pfeife ist 5,20 Meter hoch. Die komplette Orgelbaumaßnahme kostete 710.000 Euro.


Grußwort der Präsidentin der Klosterkammer Hannover zur Einweihung der Hillebrand-Orgel in der Münsterkirche St. Alexandri zu Einbeck

Nur zehn Monate nach der Orgel im Stift Fischbeck wird in der Einbecker Münsterkirche St. Alexandri ein weiterer Orgelneubau im Bereich der Klosterkammer eingeweiht. Das erfüllt mit Freude, Dankbarkeit und berechtigtem Stolz auf eine erfolgreich abgeschlossene große Gemeinschaftsleistung. Orgelbau, Orgelkultur war und ist stets das Werk vieler. Kein anderes Musikinstrument braucht so viele Köpfe und Hände bei der Planung und beim Bau wie die Orgel, denn kein Instrument besitzt so viele Stimmen und erfüllt so viele Herzen in so großen Räumen. Die überwältigende Polyphonie der Orgel ist der musikalische Ausdruck für das Miteinander in der christlichen Gemeinde, in der die unterschiedlichen Stimmen und Begabungen ihren Platz haben.

Die Klosterkammer Hannover ist seit 1850 für die Unterhaltung der St.-Alexandri-Kirche zuständig und hat den Orgelneubau aus Mitteln des Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds fast vollständig finanziert. Mit Engagement und Zuversicht hat die Münstergemeinde dieses bemerkenswerte Orgelprojekt begleitet und zu seinem Gelingen beigetragen. So ist diese neue Orgel auch ein Zeugnis für die Lebendigkeit und Identität der Münstergemeinde. Die Orgel wird die Arbeit der Gemeinde unterstützen: im Gottesdienst bei Verkündigung, Lob, Preis und Dank, im Konzertleben von Stadt und Region und nicht zuletzt als spirituelle Kraftquelle.

Die Unterstützung kirchlicher Arbeit gehört zu den verfassungsrechtlich gebotenen und gesicherten Aufgaben der Klosterkammer. Mit der neuen Hillebrandorgel leistet die Klosterkammer einen Beitrag sowohl zum Gemeindeleben wie auch zur Erhaltung der Münsterkirche als einem historisch-kulturellen Erbe, als spirituellem Raum, als ‚gebautem Glauben'. Für das finanzielle Engagement der Klosterkammer und die Arbeit ihrer Fachleute, für den Orgelbauer, den Orgelsachverständigen, die am Bau beteiligten Gewerke und alle, die das Projekt begleitet haben, wäre es Bestätigung und Erfolg zugleich, wenn die neue Orgel über eine lange Zeit vielen Menschen zur Freude gereicht.
Wunsch verbinden, dass auf der neuen Orgel und der kirchenmusikalischen Arbeit von St. Alexandri Gottes Segen liegen möge.

Sigrid Maier-Knapp-Herbst
Präsidentin der Klosterkammer Hannover


Bei der Intonation der neuen Hillebrand-Orgel in St. Alexandri Einbeck; v.l.: Kantorin Ulrike Hastedt, Orgelsachverständiger Prof. Harald Vogel und Intonateur Uwe Behrens

Mit einer Bibellesung und einem Gebet auf der Orgelempore weiht Landessuperintendent Eckard Gorka, begleitet von der Kantorei St. Alexandri, die neue Orgel ein.
(Foto: Stefani Stöckemann/Einbeck)


Der erste Choral auf der neuen Orgel: Kantorin Ulrike Hastedt und Landessuperintendent Eckard Gorka
(Foto: Stefani Stöckemann/Einbeck)

Gedenkgottesdienst aus Kloster Wennigsen zum 450. Todesjahr von Elisabeth von Calenberg-Göttingen live im Zweiten Deutschen Fernsehen

Am Sonntag, dem 6. April 2008, übertrug das Zweite Deutsche Fernsehen(ZDF) von 9.30 Uhr bis 10.15 Uhr live aus der Klosterkirche in Wennigsen (Region Hannover) unter dem Motto "Auf den Zweiten Blick - Wo die Seele Atem holt" einen Gedenkgottesdienst anlässlich des 450. Todesjahres der welfischen Reformationsfürstin und Initiatorin der Klosterkammer Hannover, Elisabeth von Calenberg-Göttingen, Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg. Der Gottesdienst bildete den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen und Projekten, mit denen die Klosterkammer im Jahre 2008 an die Person und das Wirken von Elisabeth von Calenberg-Göttingen erinnert.
Zentrales Thema des Gottesdienstes, in dem Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann predigte, war das Kloster als Ort der Ruhe, Einkehr und Meditation - als Ort, wo die Seele Atem holen kann.
Dass die Klosterkammer heute in Niedersachsen 17 klösterliche Einrichtungen für Einkehr suchende Menschen bereithalten kann, verdankt sie Elisabeth von Calenberg-Göttingen, die 1542 für ihr Fürstentum eine evangelische Kirchen- und Klosterordnung erließ.

Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte die Präsidentin der Klosterkammer Hannover, Sigrid Maier-Knapp-Herbst, die etwa 450 Gottesdienstteilnehmer, unter ihnen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur. Ministerpräsident Dr. h.c. Christian Wulff überbrachte die Grüße der niedersächsischen Landesregierung. Für die Bistümer Hildesheim und Osnabrück sprach der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle.

Beim nachfolgenden Empfang konnten sich die Gäste anhand der frisch restaurierten Klosterräumlichkeiten von den baudenkmalpflegerischen Leistungen der Klosterkammer überzeugen sowie reichhaltiges Informationsmaterial über die Arbeit der Klosterkammer sammeln und Produkte der weithin bekannten Wöltingeroder Klosterkornbrennerei probieren und erwerben.


Elisabeth von Calenberg-Göttingen, Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg, um 1530; im Jahre 2008 gedenkt die Klosterkammer Hannover des 450. Todestages der Reformationsfürstin und Ahnfrau des Klosterfonds.

Weitere Bilder zum Gedenkgottesdienst aus Kloster Wennigsen zum 450. Todesjahr von Elisabeth von Calenberg-Göttingen

Predigt von Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann

Begrüßungsrede der Präsidentin der Klosterkammer Hannover, Sigrid Maier-Knapp-Herbst

Grußwort des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Dr. h.c. Christian Wulff.

Grußwort von Bischof Norbert Trelle, Bistum Hildesheim

Reinhild Frfr. von der Goltz - neue Äbtissin von Kloster Lüne

Seit dem 29. März 2008 wird das evangelische Damenstift Kloster Lüne in Lüneburg von Reinhild Frfr. von der Goltz geleitet. Mit einem Festgottesdienst in der Lüner Klosterkirche und einem anschließenden Empfang wurde die 59-jährige verwitwete Mutter von vier erwachsenen Kindern und siebenfache Großmutter in ihr Amt eingeführt. Als Äbtissin trägt sie die geistliche, kulturelle, personelle und wirtschaftlich-organisatorische Verantwortung für das 1172 für Benediktinernonnen gegründete und seit 1562 evangelische Kloster.

Gegenüber der Niedersächsischen Landeskommissarin für die Lüneburger Klöster, Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst, gelobte die Äbtissin bei der staatlichen Einführung, mit der der Gottesdienst begann, die Erfüllung der ihr übertragenen Aufgaben. - In ihrer Einführungsrede vor mehr als 250 Gästen aus Kirche, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur verwies die Klosterkammerpräsidentin auf das Erfordernis, klösterliches Erbe und klösterliche Tradition ungeschmälert zu erhalten und zugleich unserer Zeit anzupassen.

Kirchlich eingesegnet wurde Frfr. von der Goltz von Hans-Hermann Jantzen, dem Landessuperintendenten des evangelisch-lutherischen Sprengels Lüneburg. In seiner Predigt ging der Landessuperintendent besonders auf die bisherige ehrenamtliche Tätigkeit der Äbtissin für das Kloster Wienhausen bei Celle und das Benediktinerkloster Huysburg bei Halberstadt ein sowie auf den persönlichen und beruflichen Lebensweg der studierten Pharmazeutin und landwirtschaftlichen Unternehmensberaterin.

Bereits vor ihrer Einführung hatte Frfr. von der Goltz in Presseinterviews ihre Absicht zur engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Klosterkammer Hannover bekräftigt, die seit 1963 stellvertretend für das Land Niedersachsen für die Erhaltung der sechs Lüneburger Frauenklöster zuständig ist.


Äbtissin Reinhild Frfr. von der Goltz stellt sich nach ihrer Einführung im historischen Äbtissinnenthron im Kapitelsaal von Kloster Lüne den Fotografen

Ansicht vergrößern Äbtissin Frfr. von der Goltz (Mitte) vor Ihrer Einführung durch die Nds. Landeskommissarin für die Lüneburger Klöster


Ansicht vergrößern Einführung von Reinhild Frfr. von der Goltz als Äbtissin des Kloster Lüne durch die Nds. Landeskommissarin für die Lüneburger Klöster, Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst


Ansicht vergrößern Während des Einführungsgottesdienstes, 3. v.l.: Äbtissin Frfr. von der Goltz; 5. v.l.: Sigrid Maier-Knapp-Herbst, Nds. Landeskommissarin und Präsidentin der Klosterkammer Hannover


Ansicht vergrößern Die kirchliche Einführung von Äbtissin Frfr. von der Goltz nimmt der Landessuperintendent des ev.-luth. Sprengels Lüneburg, Hans-Hermann Jantzen (3. v.r.), vor.


Beim Empfang nach der Einführung: Äbtissin Frfr. von der Goltz und Landessuperintendent Jantzen

Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge gratuliert der Äbtissin zu ihrem neuen Amt.

Empfang nach der Äbtissinneneinführung: Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst und Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge

Sohn und Enkelkind gratulieren

Göttinger Edith-Stein-Preis 2007 für den Konvent der Communität Christusbruderschaft im Kloster Wülfinghausen

Am 18. November 2007 erhielten die sieben Schwestern der evangelischen Communität Christusbruderschaft aus dem Kloster Wülfinghausen bei Springe den Göttinger Edith-Stein-Preis 2007. Die Preisverleihung fand unter großer öffentlicher Beteiligung im Saal des Alten Rathauses in Göttingen statt. Die Laudatio hielt der Berliner Jesuitenpater Vitus Seibel. Er begründete die Verleihung des mit 5000 Euro dotierten Preises mit dem Mut der Schwestern, in der ökumenischen Zusammenarbeit "Stopp-Schilder" zu ignorieren. Der Abt des evangelischen Klosters Amelungsborn und Hildesheimer Landessuperintendent Eckard Gorka hob hervor, dass evangelische Klöster ein "legitimer Ausdruck des Glaubenslebens" sind.

Der zum siebten Mal vergebene Göttinger Edith-Stein-Preis "…würdigt über nationale, konfessionelle und religiöse Grenzen hinweg Persönlichkeiten, Gruppierungen und Institutionen, die sich durch Grenzüberschreitungen in ihrem sozialen, politischen und gesellschaftlichen Engagement in hervorragender Weise ausgezeichnet und bewährt haben."


Ansicht vergrößern Verleihung des Edith-Stein-Preises an die Schwestern der Communität Christusbruderschaft/Kloster Wülfinghausen im Alten Rathaus in Göttingen


Jimmy Carter in der Lüneburger St. Michaeliskirche

Unsere Lüneburger St. Michaeliskirche war am 4. Oktober 2007 Schauplatz der Eröffnungsfeier des Leuphana College.
Vor Studenten des Erstsemesters, weiteren Universitätsangehörigen und geladenen Gästen sprach der Nobelpreisträger und frühere US-Präsident Jimmy Carter über die Notwendigkeit des Teilens zwischen Arm und Reich.
Carter war mit seiner Frau Rosalynn zu der Eröffnungsfeier direkt aus der sudanesischen Krisenregion Darfur gekommen, wo er zwischen den Konfliktparteien vermittelt. Es sei schwer, die Barrieren zwischen privilegierten Gesellschaften und solchen, die "außerhalb" stehen, abzubauen, Brücken zu bauen in einer Zeit, in der die Kluft zwischen Arm und Reich weltweit wächst, sagte Carter. Gerade Menschen in den wohlhabenden westlichen Ländern sollten das Teilen noch besser lernen, rief er den Zuhörerinnen und Zuhörern in der St. Michaeliskirche und auf dem Vorplatz der Kirche, wohin die Rede per Videowand und Lautsprecher übertragen wurde, zu.
Am Abend überreichten Carter und seine Frau im Fürstensaal des Lüneburger Rathauses erstmals in Deutschland Preise ihrer "Jimmy and Rosalynn Carter Partnership Foundation" an Studierende, die sich im Rahmen ihres Studiums sozial engagieren.


Ein Schwerpunkt beim "2. Tag der Landesgeschichte" im Niedersächsischen Landtag: Die Klosterkammer Hannover

Viel Aufmerksamkeit erhielt die Klosterkammer beim "2. Tag der Landesgeschichte" am 28. September 2007 im Niedersächsischen Landtag. 6000 Menschen waren in das Parlamentsgebäude gekommen, um die zahlreichen Veranstaltungen zu besuchen und sich die umfangreiche Ausstellung "Die Klosterkammer Hannover - Ein welfisches Erbe" in der Portikushalle anzusehen. Mit einem Vortrag im mit geschichtsinteressierten Besucherinnen und Besuchern vollbesetzten Plenarsaal eröffnete die Präsidentin der Klosterkammer, Sigrid Maier-Knapp-Herbst, in Anwesenheit von Landtagspräsident, Landtagsabgeordneten und Ehrengästen die Ausstellung. In ihrem Vortrag ging die Präsidentin auf das große, von der Klosterkammer betreute Erbe ein und auf die Notwendigkeit, dieses Erbe zukunftsfähig zu gestalten.

Die Ausstellung, die im Landtag bis zum 5. Oktober zu sehen war und ab 2008 auch an verschiedenen Orten in Niedersachsen gezeigt werden wird, dokumentiert die wichtigsten Etappen des von der welfischen Herzogin Elisabeth von Calenberg-Göttingen initiierten Klosterfonds mit den später hinzugekommenen Stiftungen und den daraus entstandenen hohen Leistungsverpflichtungen, die heute von der Klosterkammer zu erfüllen sind.
Auf großes Interesse bei den Landtagsbesuchern stieß eine von der Klosterkammer kostenlos verteilte Broschüre, die in handlicher Form den kompletten Inhalt der Ausstellung enthält. - Die Broschüre ist bei der Klosterkammer auch weiterhin erhältlich.


Mit einem Vortrag im vollbesetzten Plenarsaal des Nds. Landtages eröffnet Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst die Ausstellung.
Gespräch im Plenarsaal - Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst und Ministerialrat Friedo Sanders vom Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Blick auf einen Teil der Klosterkammer-Ausstellung in der Portikushalle des Niedersächsischen Landtages

Zentrale Festveranstaltung des Landes Niedersachsen zum Tag des offenen Denkmals am 9. September 2007 in St. Godehard Hildesheim

"Orte der Einkehr und des Gebets - Historische Sakralbauten" war das Thema des bundesweiten Tages des offenen Denkmals 2007 am 9. September.
Aufgrund ihres hohen denkmalpflegerischen Engagements für ihre zahlreichen Klosteranlagen, Dome und Kirchen war die Klosterkammer Hannover mit ihrer Päpstlichen Basilika St. Godehard in Hildesheim als Gastgeberin für die zentrale Festveranstaltung des Landes Niedersachsen zum Tag des offenen Denkmals ausgewählt worden. Sowohl die von einer ökumenischen Andacht eingeleitete Festveranstaltung als auch die über den ganzen Tag stattfindenden Führungen einschließlich der Ausstellung "Die Klosterkammer Hannover - ein welfisches Erbe" waren von unzähligen Menschen besucht.
Nach der ökumenischen Andacht, bei der Bischof Norbert Trelle, Bistum Hildesheim, und Landessuperintendent Eckhard Gorka als Vertreter der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers predigten, und den folgenden Grußworten von Landeskonservatorin Dr. Christiane Segers-Glocke, Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst, Hildesheims Oberbürgermeister Kurt Machens und Ministerpräsident Christian Wulff hatte die Klosterkammer Bürgerinnen und Bürger wie auch Akteure der Festveranstaltung zu Imbiss und Begegnung in die malerischen Gärten bei St. Godehard eingeladen.

Neben St. Godehard waren auch die drei anderen von der Klosterkammer in Hildesheim betreuten katholischen Kirchen St. Magdalenen, Hl. Kreuz und St. Mauritius sehr gut besucht. Wie zahlreiche weitere katholische und evangelische Kirchen in und um Hildesheim konnten sie mit besonderen thematischen Angeboten dazu beitragen, das kulturelle und spirituelle Interesse am Kirchengebäude zu fördern und die gesellschaftliche Bedeutung des Kirchengebäudes hervorzuheben.


Begrüßung des Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Christian Wulff (Mitte), vor Beginn der Festveranstaltung in der Hildesheimer St. Godehard-Basilika, v.l.: Domkapitular Wolfgang Osthaus, Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst, Präsidentin des Nds. Landesamtes für Denkmalpflege Dr. Christiane Segers-Glocke und Hildesheims Oberbürgermeister Kurt Machens
Mehr als 800 Menschen sind zu der Festveranstaltung in die Basilika St. Godehard gekommen.
Dr. Christiane Segers-Glocke, Präsidentin des Nds. Landesamtes für Denkmalpflege, Ministerpräsident Christian Wulff und Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst während der ökumenischen Andacht
Ministerpräsident Christian Wulff weist in seinem Grußwort auf die hohe gesellschaftliche Bedeutung der Denkmalpflege und speziell der Erhaltung von Sakralräumen hin.
Begegnung nach der Festveranstaltung in den Obstgärten hinter St. Godehard, v.l.: Landessuperintendent Eckhard Gorka, Landeskonservatorin Dr. Segers-Glocke, Ministerpräsident Christian Wulff, Bischof Norbert Trelle und Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst

Hillebrand-Berner-Orgel in der Stiftskirche Fischbeck, eines der wichtigsten Orgelprojekte der letzten Jahre in Niedersachsen

Am Abend des 1. September 2007 wurde in der Stiftskirche zu Fischbeck bei Hess. Oldendorf unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit die neue Hillebrand-Berner-Orgel feierlich eingeweiht. In dem 1734 von dem bedeutenden norddeutschen Orgelbaumeister Johann Adam Berner geschaffenen Orgelgehäuse befindet sich nun ein seit langen Jahren dringend benötigtes neues Orgelwerk. Das Orgelwerk mit 32 Registern wurde von der Gebr. Hillebrand GmbH Orgelbau KG aus Hannover-Altwarmbüchen errichtet.

Aus dem Grußwort der Klosterkammerpräsidentin
(PDF | 14kB)


Die neue Hillebrand-Berner-Orgel in der Stiftskirche Fischbeck


An der feierlichen Einweihung der Orgel waren beteiligt (v.l.): Arend de Vries, Geistlicher Vizepräsident im Landeskirchenamt der hannoverschen Landeskirche; Ursula Boysen, Kapitularin des Stifts Fischbeck; Sigrid Maier-Knapp-Herbst, Präsidentin der Klosterkammer Hannover und Bernd Busemann, Nds. Kultusminister.

Ebstorfer Weltkarte in einem neuen Schauraum

Seit 1953 hing die berühmte Ebstorfer Weltkarte in einem schmalen Durchgangsraum neben dem so genannten Remter, dem Haupteingang von Kloster Ebstorf, Landkreis Uelzen. Seit dem 30. März 2007 hat sie ihr neues Domizil in einem Raum mit Wand- und Fußbodenheizung und einer Klimaanlage, die für stabile Luftfeuchte und Temperatur sorgt. Dafür hat die Klosterkammer Hannover für rund 180.000 Euro die historische "Alte Küche" des Klosters hergerichtet. Der neue Schauraum hat amphitheaterähnliche Sitzreihen, von denen aus die Besucher bei gedimmter Beleuchtung die fast 13 Quadratmeter große Weltkarte betrachten können. Zuvor war die aus 30 einzelnen zusammengenähten Elementen aus Ziegenhautpergament bestehende Weltkarte von einer Göttinger Werkstatt für Buch- und Graphikrestaurierung restauriert worden.

Die im Kloster Ebstorf aufbewahrte Weltkarte ist eine von vier originalgroßen Reproduktionen der bei einem Bombenangriff in der Nacht vom 8. zum 9. November 1943 im Staatsarchiv Hannover verbrannten Originalkarte. Aus Sicherheitsgründen war die Karte 1834 vom Kloster an das Staatsarchiv zur Aufbewahrung gegeben worden, nachdem sie 1830, etwa 530 Jahre nach ihrer Entstehung, zusammen mit Altardecken und Prozessionsgerät aus katholischer Zeit in einem Abstellraum des Klosters gefunden worden war.

Das in Ebstorf befindliche Weltkartenexemplar gilt als die gelungenste der vier in den Jahren 1950 bis 1953 angefertigten Reproduktionen. Sie hat aufgrund der Vernichtung der Originalkarte, die als der schwerste Verlust eines beweglichen Kulturgutes eingeschätzt worden ist, den Niedersachsen im Zweiten Weltkrieg erlitten hat, die Bedeutung eines erstrangigen Überlieferungszeugen. Jahr für Jahr zieht sie Tausende Betrachter in ihren Bann.

Die Ebstorfer Weltkarte ist die größte und umfassendste mittelalterliche Darstellung der Welt. Sie enthält mehr als 2000 Zeichnungen und ergänzende lateinische Texte. Die Karte zeigt die Erdscheibe als Leib Christi, der sie in Händen hält. Jerusalem ist Mittelpunkt. Oben ist Asien, rechts Afrika und im linken unteren Viertel Europa dargestellt. Geographische Einzelheiten sind mit biblischen Geschichten, Mythen, Sagen und Phantasievorstellungen verwoben.


Die um das Jahr 1300 vermutlich im ehemaligen Benediktinerinnenkloster Ebstorf entstandene Weltkarte ist die größte mittelalterliche Kartendarstellung in Radform.

Die historische so genannte Alte Küche des Klosters dient als neuer, klimatisierter und besucherfreundlicher Schauraum der Weltkarte.

Blick auf die Besuchersitzreihen im neuen Weltkartenraum

Indirekte Beleuchtung an den geschwungenen Besucherbänken – konservatorisch wichtig, aber auch elegant
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